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Version 6 (modified by Rüdiger Kupper, 13 years ago) ( diff )

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Einrichten von Rechnern mit Solid State Drives

In Zukunft werden wir verstärkt Rechner mit SSD einsetzen, weil dies eine der Maßnahme ist, die den größten Geschwindigkeitsgewinn mit sich bringt. Damit die SSD ihre Funktionalität lange behalten, muss das Betriebssystem geeignet konfiguriert werden

Maßnahmen

  1. Im BIOS muss der SATA-AHCI-Modus aktiviert sein (ist bei moderneren BIOS ohnehin Default)
  2. Der Rechner sollte genügend Arbeitsspeicher haben, dass im normalen Betrieb nicht geswappt wird.
  3. Beim Partitionieren müssen die Partitionsgrenzen auf volle 4096-Byte-Blöcke fallen (alignment). Alle modernen Partitionierungstools sollten das automatisch machen. Überprüfen mittels: parted /dev/{v,s}da align-check opt. Siehe auch ​http://wiki.ubuntuusers.de/SSD/Alignment.
  4. als Filesystem sollte ext4 zum Einsatz kommen (in Zukunft vielleicht auch das neue Filesystem Btrfs)
  5. in der fstab muss derzeit noch die Mountoption discard gesetzt werden, für alle ext4-Dateisysteme und die Swap-Partition, um TRIM zu aktivieren. Siehe auch ​http://wiki.ubuntuusers.de/SSD/TRIM
    Achtung: discard nicht bei ext3-Systemen setzen, sonst tritt ein Mountfehler auf und das Root-Dateisystem wir dnur readonly gemountet!
  6. (Ev. kann auch die Option noatime gesetzt werden. Allerdings nutzt der Linux-Kernel bereits das auch schon günstige relatime, um Schreibvorgänge bei jedem Lesezugriff zu vermeiden.)
  7. Wird LVM verwendet, sollte in /etc/lvm/lvm.conf in der Sektion devices {} die Option issue_discards = 1 gesetzt sein, damit auch LVM TRIM-Befehle sendet, wenn sich z.B. die Größe eines LV ändert. Beim Proxmox scheint diese Option Default zu sein, aber besser überprüfen.
  8. Scheduler. Für SSD ist als I/O-Scheduler der deadline-Scheduler vorzuziehen. Da dieser (zumindest in Ubuntu) seit Quantal der Default ist, ist hier nichts zu tun. Vorsichtshalber überprüfen mittels: cat /sys/block/{v,s}da/queue/scheduler.

Auch in virtuellen Maschinen durchführen

Sofern auf dem Gerät mit SSD ein Virtualisierer läuft, müssen die obigen Maßnahmen ebenfalls für das OS in der virtuellen Maschine durchgeführt werden!

Referenzen


Creative-Commons-Lizenz

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