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Laptops zur Netzwerkadministration
Die Netzwerkadministratoren arbeiten derzeit mit zwei Lenovo X230 Tablet Notebooks. Diese Seite enthält einige Vorschläge zur Einrichtung dieser Notebooks.
Die Inhalte dieser Seite beziehen sich auf die Ubuntu.Version 13.04 (Raring Ringtail).
Ubuntu 13.04 Raring Ringtail
Ubuntu Raring ist (noch) kein Release, der speziell für Tablets gestaltet wurde. Demensprechend funktionieren einige der für die X230t wünschenswerten Features bereits out-of-the-box, andere erst mit manuellen Maßnahmen. Einige wenige Features werden wohl erst mit dem ausdrücklich für Tablets gestalteten Release 14.04 funktionieren.
Fingerprint Reader
Der Fingerprint Reader wird out-of-the-box überhaupt nicht unterstützt. Es existieren mehrere externe Pakete zur Unterstützung, allerdings ist der Fingerprint Reader der X320 ein sehr neues Modell, das noch nicht von allen unterstützt wird.
Meine Empfehlung ist das Paket fprintd, das ist recht modern und unterstützt in der neusten Version auch den X230-Reader.
Installation
PPA des “Fingerprint readers integration” teams
Die Version von fprintd in den Ubuntu-Paketquellen unterstützt den X230-Reader noch nicht, man muss daher die neuste Version verwenden, die sich in einem PPA befindet. (Ab der nächsten Ubuntu-Version sollte das dann überflüssig sein.)
Das PPA des aktiviert man mit
sudo add-apt-repository ppa:fingerprint/fprint
Demoprogramm zum üben
Möchte man das Einscannen des Fingerabdrucks "üben", bevor man den endgültigen Abdruck abgibt, installiert man zuerst das Paket fprint-demo. Es ist ein reines Demo-Programm, das noch keine echte Atthentifizierung erlaubt:
sudo apt-get install fprint-demo
Das Programm kann über den Laucher oder die Kommandozeile gestartet werden.
Authentifizierung per Fingerabdruck
Die zur echten Authentifizierung per Fingerscan nötigen Pakete werden installiert mit
sudo apt-get install libpam-fprintd
Danach wird der Fingerabruck hinterlegt mit
fprintd-enroll
(ohne sudo!)
- Hinweis
- Obgleich die Manpage anderes behauptet, kann derzeit ausschließlich der Abduck eines einzigen Fingers hinterlegt werden, der stets als "right index finger" bezeichnet wird. (Natürlich ist es dem Nutzer überlassen, welchen Finger er wirklich benutzt. Es wird aber nur einer unterstützt, siehe Bugreport launchpad:1170733).
Verwendung
Danach wird bei jeder Authentifizierung zunächst der Fingerprintreader abgefragt. Dies wird nicht immer durch eine Botschaft am Bildschirm angegeben. Eindeutig ist nur das Leuchten der grünen LED am Fingerprint Reader.
Der Fingerprint Reader der X230 ist meiner Ansicht nach recht unpraktisch angebracht, jedenfalls, solange man nur den Abdruck eines einzigen Fingers hinterlegen kann (s.o). Er kann aber immerhin in beiden Richtungen verwendet werden und ist recht flexibel, was Geschwindigkeit, Orientierung und Länge des Scans betrifft. An meinem Gerät ist der Reader zudem nicht hundertprozentig im Gehäuse versenkt sondern steht ein wenig vor und bildet so eine scharfe Kante. Das führt dazu, dass der Reader schon nach kurzer Nutzung verschmutzt und oft gereinigt werden muss.)
Ein Nachteil der derzeitigen Implementation ist, dass zunächst immer der Fingerprint Reader abgefragt wird. In dieser Zeit ist keine Eingabe des Passworts möglich. Erst nach einigen Sekunden passiert ein Timeout, und dann wird auf konventionellem Wege das Passwort abgefragt.
Sicherheitsaspekte
Zur Sicherheit zu beachten sind
- launchpad:1170640
- dass Authentifizierung per Fingerabdruck die Zugangssicherheit keineswegs verbessert, sondern im Gegenteil erhablich verschlechtert. Authentifizierung per Fingerabdruck an einem Gerät, das man unablässig mit den Finger bearbeitet, ist ungefähr so sicher, wie seine PIN direkt auf der EC-Karte zu notieren! Die Abdrücke können mit gängigen Drogeriemitteln vom Gerät abgenommen und zur Authentifizierung verwendet werden. Authentifizeriung per Fingerabdruck ist als reines Komfortmerkmal für Geräte zu sehen, die keine sicherheitsrelevanten Daten enthalten. Referenzen:
Helligkeitstasten
Mit dem aktuellen Kernel funktionieren die Tasten zu Steuerung der Bildschirmhelligkeit nicht (launchpad:1098216). Dahinter steckt eine Änderung, die uns Microsoft eingebrockt hat. Windows 8 spezifiziert nämlich, dass es neuerdings 128 Abstufungen für die Helligkeit geben muss, statt wie bisher 16. Der Linux-Kernel spielt der Hardware normalerweise vor, ein Windows zu sein, um sie dazu zu bewegen, einige Features freizugeben. In diesem Fall ist das aber kontraproduktiv, weil die Helligkeitstasten dann nicht funktionieren.
Bis dieser Schönheitsfehler behoben ist, kann man dem Kernel einfach sagen, dass er jedenfalls bitte nicht Windows 8 spielen soll, dann melden die Tasten nämlich die üblichen 16 Abstufungen und funktionieren.
Das erreicht man, indem man dem Bootmenü eine Kerneloption hinzufügt:
In der Datei /etc/defaults/grub ist die Zeile
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"
zu ändern in
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash acpi_osi='!Windows 2012'"
(Parameter acpi_osi hinzufügen.)
Danach ein
sudo update-grub
und die Tasten funktionieren wieder.
Auch dieser Workaround wird vermutlich bald nicht mehr nötig sein.
Das Geheimnis des Metallrings
Im Säckchen mit den Ersatzminen für den Digitalstift liegt ein kleiner Metallring mit Öffnung. Nach langem rätseln hat googeln geholfen: Der Ring ist als Pinzette gedacht, um die Minen aus dem Stift zu ziehen ;-).
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