Opened 10 years ago
Closed 10 years ago
#2502 closed Verbesserung (erledigt)
Softmaker Office considered harmful
| Reported by: | Rüdiger Kupper | Owned by: | Rüdiger Kupper |
|---|---|---|---|
| Priority: | schnell erledigen | Milestone: | Schuljahr 2016/17 |
| Component: | Software: Ubuntu | Severity: | beeinträchtigt den Unterricht vieler Lehrer |
| Keywords: | Cc: |
Description (last modified by )
Die Pakete von Softmaker Office machen seit der Installation größte Probleme bei der Softwareverwaltung. Sie zerstören etwa die Icons, welche Office-Dateien zugeordnet sind (Textdateien, Präsentationen, Tabellenkalkulationen). Softmaker Office ersetzt die Icons dieser generischen Dateien zerstörerisch durch die, welche auf die eigene Software verweisen. Diese intrusive Veränderung des Systems ist irreversibel, weil die Installationsdatei von Softmaker Office ihre Incons nicht *neben" den existierenden Icons installiert (wie es in einer paketbasierten Linux-Distribution zu erwarten ist), sondern jede einzelne installierte Icon-Datei mit den eigenen Daten überschreinbt (das heißt, irreversibel zerstört).
Das Ergebnis ist, dass nach der einmaligen Installation von Softmaker Office jede andere "generische" Text-, Präsentations- oder Tabellenkalkulationsdatei das Icon von "Softmaker Office" zeigt. Solche Dateien sollen aber ein produktunabhängiges Icon zeigen, um zu demonstrieren, dass sie mit verschiedensten Anwendungen bearbeitet werden können. Softmaker Office ignoriert diesen Grundsatz freier Software und versucht, sämtliche Dateien des Nutzers "zu assimilieren", indem es jede Office-Datei so aussehen lässt, als sei sie mit Softmaker Office erstellt.
Dazu kommt, dass die Software bei ihrer Installation versucht, mit den ihr (zu Zwecken der Softwareinstallation!) zugestandenen Rechten die persönlichen Verzeichnisse sämtlicher im System bekannten Nutzer zu beschreiben. Die Installation von Softmaker Office versucht, die persönlichen Daten unsere Nutzer zu manipulieren. In ticket:1983 beschreibe ich, welche Gegenmaßnahmen nötig waren, um der Installationsroutine von Softmaker Office den Zugriff auf die individuellen Dateien unsere Nutzer zu verbieten. Es ist absolut unüblich, dass man solche Maßnahmen ergreifen muss, wenn eine Software in einem Linux-Ökosystem installiert wird.
Ein solches Verhalten, das unserem Software-Ökosystem erkennbar kriegerisch und manipulativ gegenübersteht, lehne ich ab.
Die Installation von Softmaker Office hat in den letzten Monaten erhebliche meiner Ressourcen gebunden, die meisten davon dadurch, die offensiven Eingriffe der Installationsroutinen zu bekämpfen. Ich werde hierfür keine weitere Zeit investieren.
Es ist bereits jetzt fast unmöglich, die Schäden, welche die Installationsroutinen von Softmaker Office unserem System zugefügt haben, restlos zu entfernen. Ich habe keine Übersicht, welche Dateien diese Routinen manipuliert haben, sobald sie root-Rechte hatten. Das Installationsverhalten von Softmaker Office ist schädlich, invasiv, und mit einem paketbasierten Ökosystem nicht zu vereinbaren.
Change History (2)
comment:1 by , 10 years ago
| Cc: | removed |
|---|---|
| Description: | modified (diff) |
| Status: | new → accepted |
comment:2 by , 10 years ago
| Resolution: | → erledigt |
|---|---|
| Status: | accepted → closed |
Der Versuch, das Softmaker-Paket erst einmal wieder zu deinstallieren, hat ergeben, dass die Deinstallationsroutine zwar vorgibt, die Icons vom System zu entfernen -- trotzdem behalten alle Textdateien hartnäckig das Textmaker-Symbol -- komisch!
Ich habe gerade Detektivarbeit geleistet und mich durch alle Icons in /usr/share/icons geklickt (das sind nicht wenige) um zu finden, dass die Softmaker-Icons in folgenden Icon-Themen "zufällig liegengeblieben" sind:
Komisch, dass zwar die Installationsroutine die Icons in diese Verzeichnisse schreibt, die Deinstallationsroutine sie aber nicht wieder entfernt...
Vollständiges Entfernen dieser Icon-Ordner und nachfolgendes
und Hurra! die Texte haben endlich wieder die generischen Icons...
Also: Softmaker mag ja vielleicht ein brauchbares Programmpaket zu sein, doch solange die Firma bei der Installation/Deinstallation derart schlampt, dass man sich damit sein System dauerhaft verunreinigt, eignet es sich einfach nicht für eine Netzwerkinstallation. Dass sich die Firma darüber bislang keine Gedanken gemacht hat, merkt man auch an der Antwort, man solle doch einfach die eigene Lizenzdatei jedem Nutzer ins Homeverzeichnis kopieren, um die Lizenz zu aktivieren...